Wie das hier angefangen hat
Ein einzelnes Problem, eine pragmatische Lösung
2023 war für deutsche Gamer eine frustrierende Zeit, eine Community zu finden. Die großen Discord-Server waren international, englischsprachig und overrun mit sinnlosen Channel-Strukturen. Die deutschsprachigen Gruppen waren entweder tot, mit zehn aktiven Usern die sich seit Monaten dieselben Memes schicken, oder sie waren Sammelplätze für Leute die nur was verkaufen wollten.
Der erste Schritt war klein und unspektakulär: eine einzelne WhatsApp-Gruppe für PS5-Spieler aus dem eigenen Bekanntenkreis. 20 Leute, alle aus Deutschland, alle mit echtem Interesse am Zocken. Keine Marketing-Idee, kein Businessplan, keine Monetarisierung. Einfach Gamer die andere Gamer suchten.
Die Gruppe funktionierte sofort. Nicht weil sie perfekt war, sondern weil sie die richtigen Leute hatte. Mundpropaganda kickte ein. Freunde brachten Freunde mit. Innerhalb von drei Monaten waren es 200 Mitglieder, und die Frage wurde: brauchen wir eine zweite Gruppe für Xbox? Und für PC? Was ist mit Switch?
Wir wollten die sein, in der man sich kennt.
Der bewusste Verzicht aufs Wachstum
An dem Punkt, an dem wir hätten kommerzialisieren können, haben wir eine klare Entscheidung getroffen: wir bleiben lean. Kein Web-Forum, keine App, kein Abo-Modell. Nur WhatsApp-Gruppen mit guter Moderation und eine schlanke Website die Leute zu den richtigen Gruppen schickt — das was du gerade liest.
Alternative Wege hätten Geld bedeutet. Geld hätte Investoren bedeutet. Investoren hätten KPIs bedeutet. KPIs hätten Engagement-Hacks bedeutet. Engagement-Hacks hätten die Community zerstört, die wir eigentlich aufbauen wollten. Also haben wir's gelassen.
Das heißt auch: niemand verdient hier Geld. Niemand hat einen Vertrag. Die Admins sind Community-Mitglieder die sich zu Admins hochgezockt haben. GamingFamily ist keine Firma und hat niemals vor, eine zu werden.